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Warum der Plotter kam

oder wie man eine Hochzeit als praktischen Grund vorgeben kann.


 

Meine Freundin hat geheirtatet – soll ja vor kommen.

Nein ernsthaft, das war ne super freudige und extrem schöne Sache!

Und ich bin, seit ich das Wunder des Schneidplotters entdeckt habe, einfach hin und weg von dem Teil. Welt der Wunder oder so und noch wehmütiger dachte ich, was hätte mir doch so ein Teil während des Architekturstudium die Zeit erleichtern können. Ich möchte nämlich nie Modell bauen – das war für mich ein Graus. Erstens fand ich das überflüssig, weil ich ja meine Gedanken und Ideen schon absolut plastisch in meinem Kopf hatte. Anderseits, und ich gestehe, das ist der Hauptgrund, war ich echt nicht gut im Modell bauen. Beim Schneiden war ich einfach zu ungeduldig. Mehrmaliges Schneiden mit wenig Druck war nicht meins. Und beim schnellen schneiden war es natürlich so, dass ich immer und immer wieder abrutschte und alle neu beginnen musste. Ja und nun gab es also Plotter, die schneiden – ein Wunderding also!

Nur brauche ich das den? Ok, brauchen war nicht das Haupthema. Aber ich hatte doch eben erst mit nähen begonnen und dafür schon nie so viel Zeit, wie ich gerne hätte. Ja und dann kam diese Hochzeit, ich hatte da so eine Idee und dann musste ich einfach – was war das doch praktisch!

Und da ich konkrete Ideen hatte, musste das dann auch einfach. Ist nämlich schon so, der Schneidplotter ist eine kleine Diva. Oder sogar eine Grosse? Eigentlich wollte ich ihn zu Beginn wieder zurückgeben und ich weiss heute, dass es einigen so geht. Also durchhalten und nicht an sich zweifeln. Es ist nämlich oft nicht so, dass man Fehler macht. Man beachtet z.B. einfach nicht die nötigen Kniffs. Und dann gibt es auch irgendwie ziemlich viel zum rausfinden bei den verschiedenen Materialien, die man verarbeiten kann. Und das fieseste – das naheliegenste Material Papier ist eines der schwierigsten zu verarbeiten.

Also ich bin ja der Typ selber lernen und ausprobieren, aber das kann echt zu einem Zuviel an Frust führen. Leider hatte und habe ich niemanden in meinem Umfeld, der an dem Teil auch Spass hat – also inzwischen habe ich nämlich richtig viel Spass, meistens zumindest.

Aber es gab zum Glück das Internet und da konnte ich in den letzten Monaten echt viel lernen, zusammen mit dem selber ausprobieren. Und hier könnt ihr meine ersten Versuche sehen und so sicher auch eine Entwicklung feststellen.

Das Geschenk war übrigens in Komplett ein Picknick-Korb für die Fahrt ins Grüne.

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